Unsere Arbeitsfelder

 

 

 

 

 

If the work I do with my dog is shit, I am a shitty handler.

If the work is good, then it must be because of the dog ...

Harry J. Mooney
 

Hauptsache mit Frauchen zusammenarbeiten. Hauptsache, die Nase ist mit im Spiel. Und Hauptsache, sie ist lange im Einsatz. So lässt sich Nalas Arbeitswille zusammenfassen. Sie hat eine unheimliche Power, jede Faser ihres Körpers will arbeiten. Dies musste ich früh erkennen - bereits in der Welpenschule war ihre Nase immer am Boden und im Arbeitsmodus. Es scheint, als hätte ihr Riechzentrum nie Urlaub. Mir war zwar klar gewesen, als ich Nala beim Züchter holte, dass ich sie in irgendeiner Form beschäftigen muss. Doch zur richtigen Arbeit hat mich Nala geführt und mich überzeugt, dass sie dies braucht, um ausgelastet und somit "verträglich" zu sein. Als Junghund hatte sie mich mit Hyperaktivitätsphasen und einem gewissen Zerstörungstrieb fast wahnsinnig gemacht - seitdem wir regelmäßig arbeiten, ist sie im Haus lieb, ruhig und kann völlig abschalten. Die Rettungshundearbeit ist Nalas "Hauptjob". Bei den Retrievern haben wir die Dummy-Arbeit schätzen gelernt.

Die Intelligenz des Vizslas führt dazu, dass er sehr schnell lernt und versteht, was man von ihm möchte. Manchmal denke ich fast, dass Nala zuviel denkt. Man muss sehr aufpassen, was sie verknüpft - einmal gelernt, sitzt es sehr fest. Daher ist ein sauberer Trainingsaufbau - egal in welchem Gebiet - ungemein wichtig. Es macht großen Spass, sie zu führen, denn Nala hat eine wundervolle Mischung aus Eigenständigkeit und Willen zur Zusammenarbeit. Ihre Sensibilität und Führerbezogenheit lassen sie keine "harte Hand" bei der Ausbildung vertragen. Mit klaren Ansagen, Konsequenz und vor allem Lob und Motivation im richtigen Moment erreicht man bei ihr dagegen (fast) alles. Da Nala sehr empfänglich für meine Stimmungen ist und diese fast wie ein Spiegel widergibt, erfordert dies von mir oft Beherrschung und die Fähigkeit, alle störenden Einflüsse auszublenden bzw. auch mal zu erkennen - wenn ich schlecht drauf bin - dass ein Training dann keinen Sinn macht.

Generell ist der Vizsla zwar ein Vorstehhund, gilt aber auch als "HPR"-Hund - dies steht für "hunt, point und retrieve", also für "suchen, anzeigen und holen". Er wird demnach in der Jagd sowohl VOR als auch NACH dem Schuss eingesetzt - und dies sowohl an Land als auch im Wasser. Daher gilt der Vizsla u.a. neben dem Weimaraner und dem Deutsch Kurzhaar als jagdlicher Allrounder. In der Jäger-Szene schätzt man seine außergewöhnlich gute Nasen-Leistung, die durchaus mit der von Schweißhunden verglichen werden kann.  

Mehr Informationen zu unserer Rettungshundearbeit und dem Dummytraining.

Weiterführende Literatur:

"Schnüffelstunde: Nasenspiele für Hunde", Viviane Theby, Kynos Verlag 2006

"Jagdhund ohne Jagdschein?", Sabine Middelhaufe, Kynos Verlag 2009 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Text/Layout: Siv-Brit Kühl, online seit: 07/2011