Aufgaben von WTs und Prüfungen

Working Test Hundeschule Lütjensee, 4.4.2015 - Hund: Nala

Ergebnis:

sehr gut, 3. Platz in der A-Klasse (von 10 Startern)

Aufgaben:

Aufgabe 1 bei Dirk Radtke: Treiben/Suche mit Markierung hinter Geländeübergang

Hundeführer, Hund und Richter stehen am Rand einer großen Wiese, links daneben ist in kurzer Entfernung ein kleiner Bach. In dem dichter bewachsenen Gebiet dorthinter steht ein Helfer, der ein kleines Treiben simuliert und einen Dummy auslegt. Dann drehen sich Hund und Hundeführer leicht nach rechts, in einem Winkel von etwa 90 Grad fällt kurz hinter einen Knick auf eine anschließende Wiese in ca. 60 Meter Entfernung ein Dummy als Markierung, die aber nicht gleich gearbeitet wird. Zunächst drehen sich Hund und Hundeführer wieder zurück Richtung Bach, der Hund wird über den Bach in eine kleine Suche geschickt. Danach wird die Markierung gearbeitet. Schließlich wird der Hund nochmal in das Suchengebiet über den Bach geschickt und holt das letzte dort liegende Dummy. 

 

Nala hat diese Aufgabe top gelöst - punktgenau markiert, in der Suche schnell gefunden - O-Ton Richter: "besser geht es nicht!"

 

Aufgabe 2 bei Dirk Radtke: Walk Up und Markierung

Auf einer großen, knöchelhoch bewachsenen Wiese gehen Hundeführer und Hund in einem Walk Up ca. 20 Meter neben dem Richter. Dann fällt in ca. 100 Meter Entfernung auf der Wiese ein Dummy, das nach Freigabe geholt werden soll.

 

Da es auf der Wiese keinen Bezugspunkt gab, war die Markierung etwas schwierig zu arbeiten. Nala ging leider etwas zu tief/weit, fand dann aber trotzdem schnell.

 

Aufgabe 3 bei Alf Schulz: Abrufen und Markierung

Hundeführer und Hund stehen auf einer Wiese, in ca. 20 Metern Entfernung steht der Richter mit Stewart, in ca. 80 Metern Entfernung ein weiterer Helfer. Der hintere Helfer wirft eine Markierung diagonal hinter sich. Danach geht der Hundeführer alleine zum Richter und ruft seinen Hund nach Freigabe ab. Danach wird die Markierung gearbeitet.

 

Diese Aufgabe kostete uns viele Punkte - Nala hatte nur Augen für die Richter-Gruppe, den hinteren Helfer und seine Markierung bekam sie nicht mit. Der Steadyness-Part/das Abrufen war super, dann musste ich sie aber mehrfach schicken/einweisen, bis sie das Dummy/die Markierung fand.

 

Aufgabe 4 bei Alf Schulz: Markierung über Geländeübergang und Memory

Hundeführer und Hund stehen auf einer Weide mit zum Teil kniehohen Grasbüscheln. Frei bei Fuss gehen sie etwa 50 Meter zu einem Einweise-Stab, der Hundeführer wirft ein Dummy dorthin. Danach geht es frei bei Fuß zurück zum Richter. Etwa 80 Grad vom Memory-Punkt entfernt steht ein Helfer hinter einem kleinen Bach und wirft ein Dummy ca. 70 Meter vom Hund entfernt auf eine Wiese. Erst wird die Markierung nach Freigabe geholt - dann wird der Hund auf den Memory-Punkt voran geschickt.

 

Hier arbeitete Nala wieder vorzüglich - Fußarbeit war ok, bei der Markierung hatten wir sogar die Schwierigkeit, dass die erste nur nach oben ging und sehr dicht fiel, vom Helfer wieder aufgehoben wurde, und dann erneut geworfen wurde. Nala war dennoch wie immer super steady, markierte punktgenau, und lief danach in einer kerzengeraden Linie auf den Memory-Punkt. "Toller Hund" - Kommentar des Richters ;-).

 

Ja Nala, das bist Du wirklich! Frauchen ist super stolz auf Dich !

Working Test vom GRC in Renzow/MVP, 19.10.2013 - Hund: Nala

Ergebnis:

117/140 Punkten, vorzüglich, 3. Platz in der F-Klasse (von 7 Startern)

Aufgaben:

Aufgabe 1 bei Arndt Giese: Markierung mit mehreren Verleitungen

In einem lichten, leicht hügeligen Wäldchen fällt in ca. 50 Metern Entfernung eine Markierung - der letzte Teil der Flugbahn ist nicht sichtig. So wusste der Hundeführer nicht, dass das Dummy mitten in einem Kreis von Lock-Krähen landete. Die Markierung wird nach Freigabe geholt. Auf dem Rückweg des Hundes fliegt erneut eine Markierung - quer zu seiner Laufrichtung. Auch diese wird nach Freigabe geholt.    

Nala ging punktgenau raus, fing dann aber an, irgendwie an zu schnüffeln/zu schauen. Ich konnte mir das nicht erklären - später wusste ich dann wieso. Lockvögel hatte sie noch nie gesehen. Dann entschied sie sich aber doch recht zügig fürs Dummy, kam schnell zurück, verlangsamte und beobachtete schön, als die Verleit-Markierung flog, und brachte sauber. Zweite Markierung punktgenau und voll Speed gearbeitet.

Aufgabe 2 bei Arndt Giese: Blind auf 30 Metern

Hundeführer und Hund drehen sich um etwa 120 Grad und gehen einige Meter von der vorherigen Arbeitsfläche weg. Leicht bergab liegt in etwa 30 Metern Entfernung auf einer freien Fläche mit knöchelhohem Grasbewuchs und mehreren Bäumen und einem Zaun in der Umgebung ein Blind.

Nala war super fokussiert, nahm die Richtung an, lief kerzengerade bis auf 5 Meter heran - doch dann pfiff der Wind in das Absperrband am Zaun, das laut knisterte uns sich bewegte und Nala offensichtlich ablenkte. Sie bog ab, fing an zu pendeln, und ich musste sie zweimal einweisen / handeln. Dann bekam sie schön Wind, fand, und brachte zügig.

Aufgabe 3 bei Petra Lockhoff: Fußarbeit, Markierung auf 70 Metern, Fußarbeit

Auf einer riesigen Wiese mit knöchelhohem Grasbewuchs wird neben der Richterin ca. 10 Meter Fuß gegangen. Währenddessen fliegt in etwa 70 Metern Entfernung ein Dummy - der Werfer steht hinter einem Pferdewagen nicht-sichtig, das Dummy fällt auf die Wiese, kurz vor den Waldrand. Dann halten Hund und Hundeführer an. Auf Kommando 180-Grad-Drehung und etwa 15 Meter Fußarbeit zurück. Nach erneuter Drehung wird das Dummy nach Freigabe geholt.

Ja ja, die Fußarbeit - sie könnte schöner sein, war aber in Ordnung, nach kurzem Überlegen und der klaren Sprechblase - "Ey Frauchen, wieso zurück - dahinten liegt doch das Dummy!" - schöne Fußarbeit zurück. Nala hatte punktgenau markiert und ging mit full speed rein und raus.

Aufgabe 4 bei Petra Lockhoff: Markierung auf 100 Metern und Memory

Der Standort auf der großen Wiese wurde geändert. In etwa 80 Metern Entfernung legt die Helferin ein Dummy hinter die Wiesen-/Waldgrenze an einen der vielen Bäume ;-), um dann etwa 30 Meter entfernt hinter einen Heuschober zu verschwinden. Dann fliegt in etwa 100 Metern Entfernung ein Dummy - schwierig, da auf der Wiese sonst nichts ist, um Bezugspunkte für die Entfernung festzumachen. Der Winkel zwischen Markierung und Memory beträgt etwa 80 Grad. Zunächst wird nach Freigabe die Markierung geholt, danach das Memory.

GRANDIOS hat Nala diese Aufgabe gelöst, besser ging es nicht - super fokussiert, wie immer pfeilschnell, gerade Linie beim Einweisen, punktgenau. So gab es hierfür laut Richterin auch mit 20 Punkten die volle Punktzahl.

Aufgabe 5 bei P. Lockhoff/A. Giese: Walk Up mit Markierung und Running Rabbit

Wieder auf der Wiese, doch diesmal Gehrichtung diagonal mit Blick zur benachbarten Wiese, gehen zwei Hundeführer jeweils am äußeren Ende einer Reihe (innen beide Richter) ca. 10 Meter Fuß. Dann fällt in etwa 60 Metern Entfernung eine Markierung in einen sehr dicht und hoch mit Schilf bewachsenen Graben. Hund 1 darf nach Freigabe durch den Richter holen. Dann wieder etwa fünf Meter Fuß, stoppen und umdrehen um 180 Grad. Auf einem Begrenzungshügel in etwa 40 Metern Entfernung sitzt ein Helfer, der einen Dummy als "running rabbit" den Hügel hinunter kullern lässt. Hund 2 holt nach Freigabe durch den Richter. Dann wieder drehen um 180 Grad in die ursprüngliche Richtung, Aufgabe beginnt von vorn, Hund 1 und 2 holen jeweils das andere Dummy.

Das war ja nun ein Hardcore-Test für die Steadyness - Nala hat ihn schön gemeistert. Fußarbeit für unsere Verhältnisse ok, wie immer mucksmäuschen still und sehr konzentriert. Bei der Markierung hatten wir Pech - das Dummy war bei uns laut Helfer, der einmal zwischendrin gucken ging, komplett im Morast versenkt und vom Schilf eingeschlossen. Alle Hunde benötigten bei dieser Aufgabe Hilfe. Nala fand aber zum Glück dann sofort. Das running rabbit hat sie wieder super zügig und punktgenau gearbeitet.

Aufgabe 6 bei Marcus Lockhoff: Doppelmarkierung in und übers Wasser

Hund und Hundeführer stehen etwa 5 Meter vor einem ca. 15 Meter langen und 5 Meter breiten Teich. Zunächst fällt in etwa 30 Metern Entfernung hinter dem Teich eine Markierung in ein Rhododendron-Gebüsch. Dann fällt auf der gleichen Linie in etwa 15 Metern Entfernung ein Dummy ins Wasser. Der Hundeführer darf entscheiden, in welcher Reihenfolge die Dummies gearbeitet werden - BEVOR die Dummies tatsächlich fallen.

Aufgrund Nalas hoher Fokussierung war ich mir sicher, dass sie die Markierung ins Gebüsch gut sehen und sich merken wird, und dass ich daher zunächst den letzten, hochreizigen Dummy im Wasser arbeiten werde. Den holte sie auch - nach kurzem Verzweifeln ob der Kälte des Wassers (es waren nur 7 Grad, und sie machte fast einen Handstand beim Reingehen ;-)) - einwandfrei. Den zweiten Dummy wollte sie zunächst auch übers Wasser holen, entschied sich aber dann, um den Teich herumzulaufen. Leider gab Frauchen zu früh den Suchenpfiff, Nala konnte keine Witterung bekommen, kam wieder etwas in meine Richtung, und so musste ich ihr zwei Richtungsweisungen geben. Die nahm sie aber schön an, fand das Dummy im tiefen Gestrüpp und brachte flott.  

Aufgabe 7 bei Marcus Lockhoff: Verleit-Mark, Blind, Markierung und Memory

Auf einer Pferdekoppel mit schön viel Pferdeäppeln als potentielle Ablenkung fällt in etwa 40 Metern Entfernung ein Dummy in ein Areal mit viel Laub. Dort liegen noch zwei weitere Dummies dicht bei, die vorher ausgelegt wurden. Dann drehen sich Hundeführer und Hund um etwa 120 Grad - in 15 Metern Entfernung liegt ein Baumstamm, an dessen hinterem Ende vorher bereits ein Blind ausgelegt wurde. Dieses ist zunächst zu arbeiten. Dann soll nach Freigabe durch den Richter die vorherige Markierung (dort, wo 3 Dummies liegen) geholt werden, um den Hund dann nochmals dorthin auf ein Memory einzuweisen.

Beim Baumstamm-Blind meinte Nala, kurz nochmal dem dicht daneben stehenden Helfer "Hallo" sagen zu müssen. Ich musste einen Stop-Pfiff und Richtungsansage geben. Das nahm sie gut an und fand und brachte zügig. Der Rest der Aufgabe war wie aus dem Lehrbuch - punktgenau markiert, kein Zögern ob der anderen Dummies, auch beim Memory kerzengerade Linie und pfeilschnelles Bringen.

 

Unser erster Start in der F, also der zweithöchsten Klasse in der Dummyarbeit. Eigentlich hatte ich ja nicht gewollt, und erst der A-Tritt meiner Trainerin hatte mich bewegt, doch zu melden. Ich merkte an dem Tag sehr schnell, dass Nala top drauf war, und wurde so auch immer lockerer. Dass wir keine Null kassiert und bestanden hatten - das freute mich schon sooo sehr. Dass am Ende dann noch ein "vorzüglich", ein 3. Platz und ein Pokal herauskamen - ich kann es immer noch nicht glauben. Wie immer - TRUST YOUR DOG, Nala, Du bist meine allerbeste!

Working Test vom GRC in Renzow/MVP, 20.10.2012 - Hund: Nala

Ergebnis:

113/120 Punkten, vorzüglich, 3. Platz in der A-Klasse (von 16 Startern)

Aufgaben:

Aufgabe 1 bei Arndt Giese: Verleitmarkierung und Markierung im 180-Grad-Winkel

In einem Wäldchen mit Gestrüpp/Totholz fällt in ca. 10 Metern eine Markierung. Hundeführer und Hund drehen sich um 180 Grad und gehen 5 Meter Fuß. Dann fliegt erneut eine Markierung - in etwa 20 Meter Entfernung/Fallstelle hinter Strohballen nicht sichtig. Diese wird nach Freigabe geholt.

Alles sehr gut gelöst, Fußarbeit für uns wirklich top, punktgenau markiert.

Aufgabe 2 bei Arndt Giese: Fußarbeit und Freiverloren-Suche

Nach Abgabe des Dummys von Aufgabe 1 wieder eine 180 Grad-Wendung und Fußarbeit zurück zum Ausgangspunkt der ersten Aufgabe. Von dort aus wird der Hund in eine Suche geschickt und soll nacheinander zwei Dummies holen.

Nala ging super schnell raus, fand sofort vorne anstatt wie sonst üblich erstmal nach ganz hinten zu pesen, als sie aufnehmen wollte, kam aus der nur ca. 15 Meter entfernten Wartezone ein lautes Gekläffe, was Nala dazu veranlasste zu überlegen, ob sie denn jetzt wohl das Dummy aufnehmen kann, ich pfiff, sie überlegte, ich pfiff erneut - dann kam sie; zweites Dummy auch super schnell gefunden, doch auch wieder kurz überlegt.

Aufgabe 3 bei Petra Lockhoff: Verleitmarkierung, Steadyness und Markierung

Rechts neben Hund und Hundeführer fällt in ca. 20 Metern Entfernung eine Markierung zwischen Bäumen, die vom Hundeführer geholt werden muß. Der Hund bleibt am Ausgangspunkt sitzen. Während der Hundeführer zurückkommt, fällt ca. 15 Meter vor dem Hund eine Markierung hinter einen Hügel/Fallstelle nicht sichtig. Nach der Ankunft des Hundeführers und dem Warten auf die Freigabe darf der Hund die Markierung holen.

Wirklich schön gelöst, still und steady aber sehr aufmerksam, wieder punktgenau markiert.

Aufgabe 4 bei Petra Lockhoff: Doppel-Markierung mit Walk up

Walk up etwa 10 Meter neben der Richterin. Dann anhalten, in etwa 20 Meter Entfernung fliegt eine Markierung neben einen Weidezaun. Dann Drehung um 180 Grad, Fußarbeit zum urspünglichen Ausgangspunkt. Wieder fliegt eine Markierung in etwa 30 Meter Entfernung zwischen Bäumen. Dann wieder Drehung um 180 Grad - und schicken auf die erste Markierung. Nach der Abgabe wieder Drehung um 180 Grad und nach Freigabe schicken auf die zweite Markierung.

Fußarbeit hätte besser sein können, Nala liess sich zweimal leicht zurückfallen, der Rest sauber und schön.

Aufgabe 5 bei Marcus Lockhoff: Walk up, Markierung, Walk up

Auf einer Wiese mit niedrigem Bewuchs erfolgt ein ca. 10 Meter langer Walk up neben dem Richter. Dann fällt in ca. 60 Meter Entfernung eine Markierung hinter Heuballen. Danach umdrehen und Fußarbeit zurück zum Ausgangspunkt und erneut 180-Grad-Wendung. Nach Freigabe darf Hund holen.

Fußarbeit war ok, leider fiel die Markierung für uns unglücklich nicht vor, sondern deutlich seitlich hinter die Heuballen. Nala lief zwar goldrichtig, ihr fehlten dann ein paar Meter, und wegen der anders gehenden Witterung, fing sie an kleinflächig zu kreisen; als sie nicht gleich fand, wies ich sie "back" ein - das war wie aus dem Bilderbuch, und sie fand sofort.

Aufgabe 6 bei Marcus Lockhoff: Steadyness und Markierung

Der Hund wird abgelegt, Hundeführer und Richter gehen etwa 10 Meter hinter den Hund. Dann fliegt ca. 30 m vor dem Hund eine Markierung. Der Hundeführer geht zurück zum Hund, läßt ihn sitzen und schickt ihn bei Freigabe.
Soweit die Theorie. Denn Nala kannte ähnliche Aufgaben und meinte offensichtlich zu wissen, wie es weitergeht - denn sie schaute permanent zu mir und wartete wohl aufs Abrufen. Da das "Peng"-Rufen der Werferin sehr leise war, sah sie die Markierugn überhaupt nicht. Also musste ich daraus ein Voran/Einweisen machen - das funktionierte aber super, Nala ging zügig raus, suchte beim Suchenpfiff und fand schnell.

 

Das war er also - unser dritter WT. Im Vergleich zum Jahr zuvor 10 Punkte mehr auf dem Konto und einen Platz verbessert. Besonders gefreut hat mich, dass wir die langen Wartephasen wirklich runterfahren und dann aber wieder konzentriert und punktgenau arbeiten konnten.

Working Test Hochland Cup des VUV in Gilserberg/Hessen, 23.06.2012 - Hund: Nala

Ergebnis:

67/80 Punkten, sehr gut, 3. Platz in der A-Klasse

Richterin: Anja Heuer

Aufgaben:

Aufgabe 1: Zwei Markierungen aus der Line

Zwei Teams stehen nebeneinander auf einer Wiese - in Blickrichtung ist ein gemähter Abschnitt mit Gras-Haufen und daneben ein ungemähter Grasweg. Eine erste Markierung fällt in ca. 60 Meter Entfernung auf den Weg, diese wird nach Freigabe der Richterin vom rechten Hund geholt. Dann fällt für das linke Gespann die erste Markierung etwa 50 Meter entfernt zwischen die Gras-Haufen und wird nach Freigabe geholt. Die Plätze werden gewechselt und die Aufgabe in anderer Reihenfolge für die beiden Hunde wiederholt. Die Fallstellen der Dummies liegen etwa 40 Meter auseinander. 


Aufgabe 2: Zwei Markierungen im 180-Grad-Winkel

Startpunkt ist eine Senke auf einer hügeligen Wiese. In ca 70 Meter Entfernung geht ein Helfer am Wiesen-/Waldrand in ein Farn-Gestrüpp mit Brenneseln und wirft mit begleitendem Entenlocker-Geräusch ein Dummy zwei Meter nach oben/kaum sichtig. Die Markierung wird nach Freigabe geholt. Danach 180 Grad-Drehung, im Fuss mit der Richterin fünf Meter den Berg hinauf. Die zweite Markierung fällt in ca. 40 Meter Entfernung in eine kleine Senke vor dunklem Waldbeginn. Markierung wird nach Freigabe geholt.   

Aufgabe 3: Kleines Treiben mit anschließendem Walk Up, Voranschicken und danach Markierung im 180-Grad-Winkel

Drei Teams stehen in einer Line mittig auf einer Wiese mit Steigung. In 40 Meter Entfernung bergauf liegt ein grosser, umgestürzter Baum quer über die Wiese. Hinter dem Baum ist ein kleines Treiben, drei Dummies werden ausgelegt. Danach etwa 10 Meter Walk Up bergauf. Der erste Hund wird voran Richtung Treiben geschickt, soll finden und bringen. Danach der zweite und schliesslich der dritte Hund. Dann Drehung um 180 Grad - den Berg hinab fällt in etwa 30 Meter Entfernung jeweils eine Markierung auf die Wiese, die von den Hunden nacheinander geholt wird.

Aufgabe 4: Markierung über Schilf ins Wasser 
An einem See mit beschilftem Einstieg fällt ca. 25 Meter entfernt ein Dummy ins Wasser vor die gegenüberliegende Uferkante ins dichte Schilf. Hundeführer und Hund stehen ca. 5 Meter vom Einstieg entfernt leicht erhöht. Markierung wird nach Freigabe geholt.

Dummy-Prüfung A mit Schuss (DP-A m.S.) beim GRC in Hammoor/S-H, 31.03. 2012 - Hund: Nala

Ergebnis:

28/30 Punkten, sehr gut, 2. Platz, mal wieder einziger Nicht-Retriever ;-);

Richter: H. Fellberg/A. Giese

Aufgaben gemäss DP-A/GRC m.S.: 

1. Unterordnung

Der angeleinte Hund hat sich bei jeder Gangart dicht an der Seite des Hundeführers (HF) zu bewegen. Auf Anordnung des Richters ist die Übung in allen Gangarten mit Rechts-, Links- und Kehrtwendungen vorzuführen. Nach Anordnung des Richters leint der HF den Hund nach einigen Metern ab und lässt ihn sitzen. Der HF geht dann allein 20 Schritte weiter ohne sich umzudrehen, pfeift seinen Hund heran und geht mit ihm frei bei Fuß auf den Richter zu. Der Hund soll dem HF willig folgen, nach dem Ableinen auf Kommando sitzen (legt er sich, nachdem der HF sich entfernt hat, gibt es keinen Punktabzug).

2. Sitz auf Entfernung mit Einweisen

Der HF schickt seinen Hund 15-20 m geradeaus und lässt ihn sitzen. Der HF kann ein Kommando zum Bleiben geben. Dann wirft der HF links und rechts vom Hund je einen Dummy (Entfernung Hund - Dummy etwa 10 m). Auch beim Wurf des zweiten Dummys darf ein Kommando zum Bleiben gegeben werden. Der HF bleibt dann an seinem Platz stehen und weist den Hund auf einen der Dummys ein. Die Wahl des ersten Dummys ist beliebig. Auf den zweiten Dummy wird nun der Hund vom Platz des HF zum Apportieren eingewiesen. Hier soll der Hund zeigen, dass er in der Lage ist, sich voranschicken zu lassen und auf Entfernung zu sitzen. Er soll sitzen bleiben, wenn die Dummys geworfen werden. Sollte er einspringen und ist nicht zu stoppen, ist ein zweites Ansetzen (unter Punktabzug) erlaubt. Auch soll er sich willig auf die geworfenen Dummys einweisen lassen.

3. Apportieren mit verspätetem Schicken

Der HF entfernt sich mit seinem frei neben ihm laufenden Hund 20 Schritte vom Richter, dreht sich zum Richter um und lässt den Hund sitzen. Der Richter wirft ein Dummy in Richtung HF, etwa 10 m vor den Hund. Der HF dreht sich um und geht mit dem Hund 20 Schritte weiter, wendet sich zum Richter und lässt den Hund sitzen und schickt ihn zum Apportieren. Der Hund darf beim Werfen des Dummys nicht einspringen. Der HF darf ein Kommando zum Bleiben geben. Der Hund soll zeigen, dass er sich den Fallpunkt des Dummys gemerkt hat und auf das Kommando hin freudig und auf dem schnellsten Weg den Dummy apportiert. Es soll gezeigt werden, wie der Hund frei bei Fuß läuft, sich setzt und apportiert.

4. Apportieren von drei Dummys in gerader Linie

Drei Dummys werden in gerader Linie mit einem Abstand von jeweils 10 m ausgelegt. Der Hund, der dies nicht gesehen hat, soll auf Kommando die Dummys nacheinander apportieren. Die Reihenfolge des Bringens ist beliebig, ein Einweisen ist zulässig. Der Hund soll zeigen, dass er willig auch eine größere Anzahl von Dummys apportiert. Mit dem gebrachten Dummy im Fang hat der Hund erst auszugeben, wenn der HF das Kommando dazu gibt. Der Hund hat, um das Fach bestehen zu können, mindestens zwei Dummys zu bringen.

5. Markierapport

Der Hund soll einen sichtbar geworfenen Dummy apportieren. Ein Dummy wird in 30 m Entfernung mit Schuss geworfen. Die Arbeitsfläche soll einen niedrigen Bewuchs haben und zwischen Hund und Dummy sollen keine Hindernisse stehen. Der HF darf den unangeleinten Hund beim Wurf nicht festhalten und erst dann ansetzen, wenn der Richter ein Zeichen gibt. Der Hund soll sich die Fallstelle merken, sich in gerader Linie dorthin bewegen, suchen und apportieren. Eine reine Frei-Verloren-Suche ist nicht erlaubt.

Benotung:

Hunde die Dummys tauschen, knautschen, vergraben, außer Kontrolle geraten, Schussscheue zeigen (Ausnahme DP-A/GRC ohne Schuss), unhaltbar Einspringen, zweimalig haltbar Einspringen, Aggressivität zeigen, wiederholt winseln oder bellen, das Apportieren verweigern, die Wasserannahme verweigern (nur DP-B/GRC u. DP-C/GRC) können die Prüfung nicht bestehen. 

Working Test vom GRC in Renzow/MVP, 15.10. 2011 - Hund: Nala

Ergebnis:

103/120 Punkten, sehr gut, 4. Platz in der A-Klasse (insgesamt 20 Starter)

Aufgaben:

Insgesamt galt es, sechs Aufgaben bei drei Richtern zu lösen, jeweils an verschiedenen Standorten. Wettermäßig war es ein kühler, sonniger Herbsttag mit so gut wie keinem Wind. Generell beginnen die Aufgaben mit dem Ableinen des Hundes und enden mit dem Anleinen. Jedes Verhalten bzw. Kommando, das der Hund zeigt bzw. der Hundeführer gibt, beeinflussen die Bewertung und führen gegebenenfalls zu Punktabzug. Der Hund darf während der Aufgaben/der Arbeit nicht vom Hundeführer berührt werden. Verbales Lob während der Aufgabe führt auch zu Punktabzug. Nach dem Anleinen darf der Hund dann gelobt werden. Pro Aufgabe gibt es maximal 20 Punkte.

Aufgabe 1 bei Marcus Lockhoff: Buschieren und nicht ganz sichtige Einzelmarkierung

In einem schattigen Waldstück neben einer Wiese stehen Hund und Hundeführerin auf einem Trampelpfad. Der Hund soll links oder rechts des Weges buschieren, also eine eher kleine Suche machen, ein Dummy aufnehmen und bringen. Danach geht es frei bei Fuß ca. 15 Meter weiter, 90 Grad Drehung. In ein dicht bewachsenes Waldstück mit viel Totholz fällt ca. 30 Meter entfernt eine Markierung, wobei die Fallstelle nicht sichtig ist und in einer Art Tal-Kessel liegt. Nach Freigabe durch den Richter darf apportiert werden.

Nala ist einfach ein weitläufiger Hund, buschieren haben wir noch nie geübt – und so suchte sie wunderschön, nur leider viel zu weit entfernt, bis sie irgendwann dann doch das Dummy fand - es lag schlussendlich drei Meter vom Weg entfernt. Bei der Markierung ist Nala in all die Totholz-Haufen mitten rein, scheinbar war die Witterungslage schwierig, sie erarbeitete sich die Witterung und fand schließlich das Dummy, das kurz vor der Stelle lag, an der sie zunächst gesucht hatte. Der Rest war ok.

Aufgabe 2 bei Marcus Lockhoff: Zwei Markierungen mit Überqueren der alten Fallstelle

In ein lichtes Waldstück mit halbhohem Gras fällt in ca. 30 Meter Entfernung die erste Markierung. Nach Freigabe durch den Richter darf der Hund apportieren. Dann fällt die zweite Markierung ca. 10 Meter hinter die Stelle, an der die erste lag – der Hund muss also die alte Fallstelle überqueren. Nach Freigabe darf der Hund holen.

Kein Problem für Nala: punktgenau markiert und ohne sich ablenken zu lassen schnell über die alte Fallstelle hinweg gelaufen - hat sie schön gelöst.

Aufgabe 3 bei Petra Lockhoff: Einzelmarkierung mit Wasser-Mark-Verleitung

Hund und Hundeführerin stehen neben einem Teich. Auf die andere Teichseite fällt eine Verleit-Markierung ins Wasser. Frei bei Fuß geht es rund zehn Meter neben dem Teich entlang geradeaus, dann Kehrtwende und stehen bleiben. In die Nähe der Ausgangs-Stelle fällt eine Markierung hinter Buschgewächs. Nach Freigabe durch die Richterin darf apportiert werden.

Ein ruhiges „Nein“ meinerseits, als die Verleitmarkierung fiel (dieses Dummy sollte ja gar nicht geholt werden), reichte völlig aus. Die Fußarbeit war so lala – es war eher die Hundeführerin, die sich an dem Hund orientierte ;-), wie die Richterin bemerkte. Die Markierung hat Nala wieder punktgenau geholt.

Aufgabe 4 bei Petra Lockhoff: Appell-Walk up mit jeweils zwei Markierungen

Auf einer Pferdekoppel mit vielen Äppeln gehen Hund und Hundeführerin neben der Richterin ca. 15 Meter bei Fuß geradeaus. Auf Kommando der Richterin bleiben beide stehen. Vor einen Zaun zur nächsten Koppel fällt eine Markierung, die nach Freigabe geholt werden darf. Dann geht es weiter im Walk Up nochmals ca. 10 Meter geradeaus. Erneut Stop-Kommando durch die Richterin, es fällt wieder eine Markierung – diesmal hinter den Zaun auf die andere Koppel, der Hund muss über die alte Fallstelle hinaus und darf nach Freigabe durch die Richterin holen.

Das Problem war, dass die Werferin das Dummy nicht wie angedacht hinter das geöffnete Koppel-Tor warf, sondern viel zu kurz – das Dummy lag genau hinter dem Zaun mit dünnem Draht. Ich sah meinen Hund schon Volldampf in den Zaun brezeln und holte tief Luft, doch in vollem Galopp schlug Nala drei Meter vor dem schwer zu sehenden Hindernis einen Haken, fand das Tor, und holte punktgenau das Dummy. Diesmal war die Fußarbeit völlig ok, die Richterin meinte anerkennend, dass Nala nicht nur pfeilschnell sei, sondern während der Arbeit auch mitdenken würde. Sehr schön gelöst mit Sternchen!

Aufgabe 5 bei Arndt Giese: Zwei Markierungen – eine als Memory

Auf einer großen Wiese mit knöchelhohem Bewuchs neben einem Waldstück fällt in ca. 90 Meter Entfernung ein Dummy. Es gibt kaum Orientierungspunkte im Gelände, hinzu kommen mehrere scharfe Licht-Schatten-Übergänge. Nach Freigabe durch den Richter darf der Hund apportieren. Dann fällt 180 Grad entgegengesetzt erneut eine Markierung ca. 20 Meter entfernt an die Waldgrenze. Diesmal darf der Hund nicht gleich holen, es geht frei bei Fuß in paralleler Linie zum Dummy (Hund geht dabei auf der dem Dummy zugewandten Seite) ca. 15 Meter geradeaus. Dann darf der Hund nach Freigabe durch den Richter holen.

Die meisten Hunde hatten wegen der fehlenden Orientierungspunkte und der schwierigen Lichtverhältnisse Probleme und suchten zum Teil in weiten Schlägen. Nala dagegen konnte wieder punktgenau markieren, auch die Fußarbeit war diesmal wirklich gut. Aus meiner Sicht die von uns am besten gelöste Aufgabe bei diesem WT – auch der Werfer war offensichtlich beeindruckt von der Arbeit und quittierte sie mit Szenen-Applaus ;-).

Aufgabe 6 bei Arndt Giese: Quasi-Blind mit Verleit-Markierung

Während in ca. 60 Meter Entfernung auf die Mitte der Wiese eine Markierung fällt, legt der Helfer unbemerkt hinter dem Rücken des Hundes ein Dummy in die Nähe der Stelle, wo bei der Aufgabe zuvor eine Markierung geholt worden war. Dann drehen sich Hund und Hundeführerin um 180 Grad, und der Hund soll auf das Quasi-Blind/Memory rund 20 Meter voran geschickt werden, um dann zum Schluss die Verleit-Markierung zu arbeiten.

Die Kröte orientierte sich wunderbar in Richtung des Blinds und „rastete ein“ (dann geht so ein Ruck durch ihren Körper, und sie ist ganz nach vorne konzentriert). Normalerweise ein todsicheres Zeichen, und ich schickte sie guten Mutes los. Sie lief zwei Meter geradeaus, um dann pfeilschnell umzudrehen und in Richtung der Verleit-Markierung zu sprinten. Ich konnte sie abrufen und ging nochmal zwei Schritte auf das Quasi- Blind zu, um sie so in die richtige Richtung "zu ziehen". Es funktionierte, sie lief eine kerzengerade Linie und fand schnell, als der Suchenpfiff ertönte. Die Verleit-Markierung hat sie zum Schluss wieder punktgenau gearbeitet.

Das war unser einziger wirklich grober Fehler, der uns eine Platzierung gekostet hat – und das bei der allerletzten Aufgabe.

Dennoch bin ich super stolz, dass wir unseren ersten Working Test als einzige Nicht-Retriever so toll gemeistert haben. Am Ende waren wir beide kopfmäßig schon ziemlich durch. Jetzt haben wir wieder neue Anregungen fürs Training – ich freu mich auf den nächsten WT.

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© Text/Layout: Siv-Brit Kühl, online seit: 07/2011